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Amaryllis pflegen

Blühende rote Amaryllis auf der Fensterbank in einem gemütlichen Zuhause, daneben Gießkanne und Blumenerde, im sanften natürlichen Winterlicht.

Eine Amaryllis zu pflegen ist einfacher, als viele denken. Die Grundlagen sind schnell erklärt: Stellen Sie die Pflanze hell und warm, gießen Sie nicht zu viel und lassen Sie das Laub nach der Blüte in Ruhe weiterwachsen. Gerade mit diesem letzten Schritt bringen Sie eine Amaryllis-Zwiebel oft erneut zum Blühen. Sie suchen noch eine Zwiebel oder Sorte? Sehen Sie sich unsere Amaryllis-Auswahl an.

Sie möchten schnell wissen, worauf es ankommt? Dann merken Sie sich vor allem Folgendes:

  • Stellen Sie die Amaryllis an einen hellen Platz ohne Kälte und Zugluft.
  • Gießen Sie lieber zu wenig als zu viel.
  • Düngen Sie erst nach der Blüte, solange das Laub noch wächst.
  • Schneiden Sie verblühte Blüten ab, lassen Sie gesundes Laub aber stehen.
  • Gönnen Sie der Zwiebel eine Ruhezeit, wenn Sie sie behalten möchten.

Die Grundlagen: Licht, Wärme und nicht zu viel Wasser

Mit Amaryllis ist im Haus meist der Ritterstern (Hippeastrum) gemeint: die bekannte Zwiebel, die drinnen einen kräftigen Blütenstiel mit großen Blüten bildet. Bei der Pflege geht es vor allem um das richtige Maß. Die Zwiebel braucht genug Licht und Wärme, um gut in Gang zu kommen, ein nasser Topf ist dagegen ein Risiko. Gerade bei einer trockenen, frisch gepflanzten Amaryllis-Zwiebel geht es häufiger durch zu viel Wasser schief als durch zu wenig.

Steht die Pflanze am richtigen Platz und halten Sie die Erde nur leicht feucht, kommt das Wachstum meist von selbst in Gang. Eine Amaryllis braucht also keine komplizierte Pflege, wohl aber einen ruhigen Start.

Amaryllis im Topf pflegen

Der richtige Standort

Stellen Sie die Amaryllis an einen hellen Platz im Haus. Wärme hilft der Zwiebel, gut zu wurzeln und weiterzuwachsen, vor allem am Anfang. Ein Platz am Fenster funktioniert oft gut, solange die Pflanze nicht in der Zugluft oder auf einer kalten Fensterbank steht. Wächst der Stiel schief zum Licht, drehen Sie den Topf ab und zu um eine Vierteldrehung.

Sind die Knospen geöffnet, darf die Pflanze etwas kühler stehen. Das hält die Blüten oft länger schön und verhindert außerdem, dass der Stiel zu schnell in die Höhe schießt.

Gießen, ohne dass etwas fault

Eine Amaryllis-Zwiebel braucht am Anfang wenig Wasser. Ist die Zwiebel frisch gepflanzt, halten Sie die Erde nur leicht feucht. Gießen Sie erst mehr, wenn Sie deutliches Wachstum sehen oder merken, dass sich die obere Schicht trocken anfühlt. Geben Sie lieber kleine Mengen als viel auf einmal.

Die Faustregel ist einfach: lieber etwas zu trocken als zu nass. In durchnässter Erde können Wurzeln und Zwiebel faulen. Steht der Topf nahe an einer Heizung, kontrollieren Sie etwas häufiger, weil die Erde dort schneller austrocknet.

Düngen

Während der ersten Blüte holt sich die Pflanze ihre Nährstoffe vor allem aus der Zwiebel selbst. Zusätzlicher Dünger ist dann meist nicht nötig. Möchten Sie die Amaryllis behalten, beginnen Sie erst mit dem Düngen, wenn die Blüte vorbei ist und das Laub noch kräftig wächst. So helfen Sie der Zwiebel, neue Reserven aufzubauen.

Eine Amaryllis-Zwiebel pflanzen und zum Blühen bringen

Haben Sie eine lose Amaryllis-Zwiebel gekauft, wählen Sie einen stabilen Topf mit lockerer Blumenerde und pflanzen Sie die Zwiebel nicht zu tief. Der Hals der Zwiebel bleibt am besten frei, damit überschüssige Feuchtigkeit weniger schnell Probleme macht. Drücken Sie die Erde leicht an und stellen Sie den Topf danach sofort an einen warmen, hellen Platz. Mehr Tipps zu Töpfen und Wasserabzug finden Sie unter Blumenzwiebeln im Topf.

Bei einer trockenen Zwiebel ist zurückhaltendes Gießen besonders wichtig. Viele gießen gleich kräftig, um das Wachstum zu beschleunigen, doch gerade dadurch kann die Zwiebel Schaden nehmen. Ruhe, Licht und mäßige Feuchtigkeit funktionieren meist besser als ein zu nasser Start.

Was macht man mit einer verblühten Amaryllis?

Sind die Blüten verblüht, schneiden Sie zuerst die welken Blüten ab. Der Blütenstiel darf weg, sobald er gelb oder schlaff wird, das Laub lassen Sie aber so lange wie möglich stehen. Dieses Laub braucht die Zwiebel, um wieder zu Kräften zu kommen. Werfen Sie eine verblühte Amaryllis also nicht gleich weg, wenn Sie sie behalten möchten.

Pflegen Sie die Pflanze danach noch eine Weile weiter. Gießen Sie ab und zu, stellen Sie sie hell und düngen Sie bei Bedarf etwas, solange das Laub gesund bleibt. Erst wenn das Laub von selbst einzieht, ist die Zwiebel bereit für die Ruhezeit. Viele Tipps gelten auch für andere Arten; mehr dazu lesen Sie unter Blumenzwiebeln nach der Blüte.

Amaryllis behalten und erneut zum Blühen bringen

Eine Amaryllis über das Jahr zu bringen erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit, ist aber gut machbar. Am wichtigsten ist, dass Sie dem natürlichen Rhythmus folgen: Blüte, Blattwachstum, Ruhe und danach ein neuer Start. Lassen Sie die Ruhephase aus, sinkt die Chance, dass die Zwiebel später wieder Blütenknospen bildet.

  1. Schneiden Sie verblühte Blüten ab und lassen Sie das Laub stehen.
  2. Gießen Sie noch eine Weile und düngen Sie bei Bedarf, solange das Laub wächst.
  3. Hören Sie langsam mit dem Gießen auf, sobald das Laub gelb wird und abstirbt.
  4. Lassen Sie die Zwiebel danach an einem kühlen, trockenen Platz ruhen.
  5. Stellen Sie die Zwiebel nach der Ruhezeit wieder ins Licht und beginnen Sie vorsichtig wieder mit dem Gießen.

Möchten Sie die Amaryllis umtopfen, tun Sie das erst, wenn die Zwiebel aus der Ruhe kommt oder der Topf wirklich zu klein geworden ist. Verwenden Sie frische Blumenerde und lassen Sie kräftige Wurzeln möglichst unversehrt. Weiche oder beschädigte Teile entfernen Sie besser. Eine gesunde, feste Zwiebel hat die besten Chancen, erneut zu blühen.

Amaryllis in Wachs pflegen

Eine Amaryllis in Wachs ist für Bequemlichkeit gemacht. Die Zwiebel nutzt ihre eigenen Reserven und braucht meist weder Erde noch normales Gießen. Stellen Sie eine Wachs-Amaryllis hell und bei Zimmertemperatur auf, aber nicht direkt neben eine Heizung oder in große Hitze. Drehen Sie die Zwiebel ab und zu, damit der Stiel gerader wächst.

Eine Amaryllis-Zwiebel in Wachs zu behalten, ist schwieriger als bei einer normalen Zwiebel im Topf. Viele Wachszwiebeln sind für eine Blüte gedacht und bilden nur wenige Wurzeln. Trotzdem können Sie nach der Blüte vorsichtig prüfen, ob die Zwiebel noch fest und vital ist. Dann können Sie das Wachs entfernen und die Zwiebel doch noch eintopfen, ein Erfolg ist aber nicht immer sicher.

Amaryllis in der Vase oder als Schnittblume pflegen

Verwenden Sie Amaryllis als Schnittblume, stellen Sie die Stiele in eine saubere, hohe Vase mit wenig frischem Wasser. Die Stiele sind hohl und können am Ende einreißen oder sich einrollen. Ein Stück Klebeband unten am Stiel hilft, das zu begrenzen. Wechseln Sie das Wasser, sobald es trüb wird, und stellen Sie die Vase nicht an einen zu warmen Platz.

Weil die Blüten schwer sind, gibt eine hohe Vase zusätzlichen Halt. So bleiben Amaryllis als Schnittblumen länger schön, und die Stiele knicken nicht ab.

Häufige Fragen zur Amaryllis-Pflege

Wie oft gießt man eine Amaryllis?

Nicht nach festem Plan, sondern nach Gefühl. Prüfen Sie immer, ob die obere Erdschicht trocken zu werden beginnt. Geben Sie lieber kleine Mengen als viel auf einmal.

Braucht eine Amaryllis-Zwiebel Wasser?

Eine Amaryllis-Zwiebel im Topf schon, aber sparsam. Eine Wachszwiebel braucht meist kein zusätzliches Wasser. Steht die Zwiebel ohne Erde auf Wasser, sorgen Sie dafür, dass sie nicht ständig zu nass steht.

Was tun, wenn die Amaryllis verblüht ist?

Schneiden Sie die verblühten Blüten ab, lassen Sie das Laub stehen und pflegen Sie die Pflanze noch eine Weile weiter. Das Laub versorgt die Zwiebel für die nächste Blüte.

Wie bewahrt man eine Amaryllis-Zwiebel bis zum nächsten Jahr auf?

Lassen Sie die Zwiebel sich zuerst mit Blattwachstum erholen, gönnen Sie ihr danach eine Ruhezeit an einem kühlen, trockenen Platz und starten Sie später neu mit Licht und wenig Wasser.

Kann man eine Amaryllis ohne Erde pflegen?

Ja, das geht bei einer Wachszwiebel oder bei einer Zwiebel auf Wasser. Achten Sie dann aber darauf, dass die Zwiebel selbst nicht lange nass bleibt, weil das die Gefahr von Fäulnis erhöht.

Was ist der Unterschied zwischen Amaryllis und Hippeastrum?

Im Haus und im Handel ist mit Amaryllis meist Hippeastrum gemeint, der Ritterstern. Suchen Sie gezielt nach der Pflege von Amaryllis belladonna, sollten Sie wissen, dass diese Pflanze einen anderen Wachstumsrhythmus hat als die bekannte Zimmer-Amaryllis.

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